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Hans W. Scheibner

- 15.6.1944 in Zwenkau bei Leipzig als Sohn eines Tischlermeisters geboren
- 1960 erster Zeichenunterricht in Leipzig bei Thomas Weise
- 1961 Plastikunterricht in Leipzig bei H. Chemnitz
- 1962- 1966 erstes Atelier mit H.H. Grimmling
- 1967 Bühnenbildassistent an der Volksbühne bei Manfred Grund
- 1968 Studium an der HGB bei Prof. W. Tübke
- 1969 Wechsel an die Kunsthochachule Berlin Weißensee, Bühnenbildklasse bei Prof. H. Kilger
- 1970 Mitglied der Berliner Pantomimengruppe bei V. Otte
- 1973 Exmatrikulation auf eigenen Wunsch
- 1974 Aufnahme in den Verband Bildender Künstler Ausstellung mit K. Querner in der Sachsenplatzgalerie in Leipzig
- 1975 Umzug mit Karin Zimmermann nach Wismar Atelier am Wasserturm
- 1978 Umzug in das alte Schmiede- und Försterhaus nach Maßlow
- 1980 erster Kontakt zum Wismarer Puppentheater durch H. Lorenz gemeinsame Regiearbeit
- 1988 Gastdozent an der Schauspielschule „Ernst Busch“ in Berlin, Abteilung Puppenspiel
- 1989 Reise nach Westberlin und Göttingen
- 1991- 1993 Direktor und Regisseur des neugegründeten Kammer- und Puppentheaters Wismars
- seit 1993 freischaffende Tätigkeit als Maler, Bildhauer und Regisseur
- seit 1996 Gastdozent an der Berliner Schauspielschule „Ernst Busch“, Abteilung Puppenspiel
- 2000- 2001 Direktor des Theaters Wismar
- seit 2001 freischffend als Maler, Bildhauer und Regisseur
- seit 2002 Dozent an der Rostocker Techn. Kunstschule
Mit den gängigen kunstwissenschaftlichen Einordnungen ist H.W. Scheibner kaum zu fassen, er ist ein Multitalent und zusätzlich gibt ihm seine vielfältig gestaltete Ausbildung die Fähigkeit seine jeweiligen Visionen auszuleben. Sein Lebensmotto: „ Früher wollte ich alles auseinanderhalten, wollte mal Maler, Bildhauer oder Theatermann sein , aber dann hat sich alles miteinander entwickelt und sich gegenseitig befruchtet - als Theatermann denke ich als bildender Künstler und als bildender Künstler als Theatermann.“
In den letzten Jahren beschäftigt er sich verstärkt mit der Malerei, hier fällt seine besondere Hinwendung zum Porträt auf. Durch seine genaue Beobachtungsgabe erfasst er die unverwechselbare Individualität, das Charakteristische, den Zauber der Ausstrahlung, die Seele, die hinter der äußeren Erscheinung sichtbar wird. Dabei sind wichtige Gestaltungselemente Farben in ihrer emotionalen Wirkung, er setzt kräftige Farbflächen zueinander, verlässt aber nie die figürlich- gegenständliche Malerei, obwohl er in seine Arbeiten expressive Elemente wie Reduktion und Abstraktion einbezieht.
Betritt man sein Atelier, die ehemalige Schmiede, ist man überwältigt von der Künstlerwerkstatt, der Mischung aus Raritätenkabinett, Zimmertheater und Alchimistenküche und sucht nach Orientierung. In diesem explodierenden Kunstraum realisiert H.W. Scheibner seine multimedialen Gaukeleien und poetischen Spiele, mit denen er letztlich ein wenig Wärme und Freundlichkeit unter die Leute bringen will.
Das sind die großen und kleinen Wünsche und Absichten des Künstlers.




















